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Härteprüfung

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Entdecken Sie die Welt der Härteprüfung, wo Sie mehr über die Prinzipien der Härteprüfung für Metalle und Materialien erfahren können, einschließlich Industriestandards, theoretischer Hintergründe, der wichtigsten Härteprüfmethoden und praktischer Anwendungstipps.

Egal, ob Sie ein Profi in der Härteprüfung sind oder gerade erst anfangen, hier finden Sie nützliche Ressourcen, darunter kostenlose Downloads von Postern und Anwendungshinweisen sowie Zugang zu Webinaren, die Ihre Anforderungen an Prüfungen und Materialanalysen unterstützen. 

Um tiefer in die Details der Härteprüfung einzutauchen, werfen Sie einen Blick in unsere umfassende Broschüre über Härteprüfgeräte für weitere Informationen.

Was ist Härteprüfung?

Mithilfe von Härteprüfung können Sie Materialeigenschaften, wie Festigkeit, Zähigkeit und Verschleißfestigkeit, beurteilen und so besser entscheiden, ob ein bestimmter Werkstoff oder eine bestimmte Werkstoffbehandlung für Ihre Zwecke geeignet ist. Die Härteprüfung ist definiert als „eine Prüfung zum Bestimmen des Widerstands, den ein Werkstoff der dauerhaften Verformung durch Eindringen eines härteren Eindringkörpers entgegensetzt“.

Die Härte gehört jedoch nicht zu den Grundeigenschaften eines Werkstoffs. Deswegen müssen Sie, um die korrekten Schlüsse aus einer Härteprüfung zu ziehen, den quantitativen Wert immer in Bezug zu Folgendem setzen:

  • Die am Eindringkörper anliegende Kraft
  • Das jeweilige Last-Zeit-Profil und die Lasteinwirkdauer
  • Die Form des jeweiligen Eindringkörpers

Wie funktioniert die Härteprüfung?

Bei der Härteprüfung wird normalerweise ein Gegenstand (Eindringkörper) mit vorgegebenen Abmessungen und vorgegebener Last in die Oberfläche des zu prüfenden Werkstoffs gedrückt. Dabei wird die Härte durch Messen der Eindringtiefe des Eindringkörpers oder durch Messen der Größe des vom Eindringkörper hinterlassenen Eindrucks bestimmt.

  • Zu Härteprüfungen, bei denen die Eindringtiefe gemessen wird, gehören: Rockwell, IIT, Kugeleindrücke
  • Zu Härteprüfungen, bei denen die Größe des vom Eindringkörper hinterlassenen Eindrucks gemessen wird, gehören: Vickers, Knoop und Brinell

Wir verstehen ihre herausforderungen bei der härteprüfung

Die Überprüfung ihrer Werkstoffe mithilfe des passenden Härteprüfverfahrens ist für die Einhaltung gleichbleibender Produktqualität und aller gesetzlichen Vorgaben entscheidend. Mit anderen Worten müssen Sie sich auf die Korrektheit des Ergebnisses verlassen können – und das jedes Mal. Dies verlangt eine Lösung, die Ihren Anforderungen an Geschwindigkeit und Genauigkeit erfüllt.

Um die beste Lösung für Sie zu finden müssen wir deswegen Ihre Herausforderungen verstehen und genau wissen, was Sie mit Ihrer Härteprüfung erreichen wollen:

Herausforderungen bei Durchsatz und Geschwindigkeit

Herausforderungen bei der Reproduzierbarkeit

Herausforderungen bei genauen Messungen

Herausforderungen bei der Dokumentation

Herausforderungen bei komplexen Proben

Härteprüfung

Die vier am häufigsten verwendeten Härteprüfmethoden

Gewährleistung von genauigkeit und reproduzierbarkeit bei der härteprüfung

Die ordnungsgemäße Anwendung der Härteprüfung verlangt eine sorgfältige Vorbereitung und Durchführung der Prüfung. Sind die grundlegenden Voraussetzungen erfüllt, bieten die meisten Härteprüfungen eine gute Genauigkeit und Reproduzierbarkeit.

Das Ergebnis einer Härteprüfung wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst. Generell gilt die Faustregel: Je geringer die Prüfkraft bei der Härteprüfung, desto mehr Parameter müssen beachtet werden, um ein korrektes Ergebnis zu erzielen.

Nachstehend sind einige der wichtigsten Faktoren genannt, die es zu bedenken gilt, um korrekte Ergebnisse bei der Härteprüfung zu gewährleisten.

  • Externe Einflüsse, wie Licht, Verschmutzungen, Vibrationen, Temperatur und Feuchtigkeit, müssen kontrolliert werden.
  • Das Prüfgerät muss auf einem stabilen, horizontalen Untertisch stehen, mit horizontal ausgerichtetem Prüftisch. Die Probe muss eingespannt sein oder in einem Halter oder dem Prüftisch gehalten werden.
  • Der Eindringkörper muss sich senkrecht zur zu prüfenden Oberfläche befinden.
  • Bei der Härteprüfung nach Vickers, Knoop oder Brinell ist eine konstante Beleuchtung während der Prüfung erforderlich.
  • Das Prüfgerät muss bei jedem Ersatz von Eindringkörper oder Objektiv neu kalibriert/verifiziert werden.

Definition der prüfkräfte bei der härteprüfung

Offiziell werden Prüfkräfte in Newton (N) angegeben, traditionell werden sie jedoch in Kilogramm-Force (kgf), Gramm-Force (gf) oder Pond (p) ausgedrückt. Dabei gilt folgende Korrelation: 1,0 kgf = 1.000 gf = 1,0 kp = 9,81 N.

  • Bei Prüfkräften von bis zu 1 kgf wird häufig von einer Mikrohärteprüfung gesprochen.
  • Entsprechend wird für Härteprüfungen mit mehr als 1 kgf der Begriff Makrohärteprüfung verwendet.

Sofern Normen nichts Gegenteiliges vorschreiben, sollte die höchstzulässige Prüfkraft verwendet werden, um große Eindrücke und damit eine hohe Genauigkeit zu erreichen.

Die Prüfkräfte der vier Verfahren für metallische Werkstoffe* entsprechen den Anforderungen der jeweiligen ISO- und ASTM-Normen.

HÄRTEPRÜFMETHODE NORM LASTBEREICH
VICKERS

ISO 6507

ASTM E384

ASTM E92

1 gf - > 100 kgf

1 gf - ≤ 1 kgf

> 1 gf - ≤ 120 kgf

(0,00981 - > 980,7 N)

(0,0098 - ≤ 9,807 N)

(> 9,807 - ≤ 1176,800 N)

KNOOP

ISO 4545

ASTM E384

1 gf – 1 kgf

1 gf – 1 kgf

(0,0098 - ≤ 9,807 N)

(0,0098 - ≤ 9,807 N)

BRINELL

ISO 6506

ASTM E10

1 kgf – 3000 kgf

1 kgf – 3000 kgf

(9,807 – 29420 N)

(9,807 – 29420 N)

ROCKWELL

ISO 6508

ASTM E18

15 kgf – 150 kgf

15 kgf – 150 kgf

(147,1 – 1471 N)

(147,1 – 1471 N)

Laden Sie eine Übersicht der oben genannten

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Härteprüfgeräte steigern die Effizienz

MAN Energy Solutions, einer der weltweit führenden Anbieter von Schiffsmotoren, wollte die Effizienz der Härteprüfung von thermisch beschichteten Gusseisenteilen steigern. Die Lösung bestand darin, die Härteprüfung mit einem Härteprüfgerät von Struers zu automatisieren.

Das Ergebnis war ein schnellerer und effizienterer Prozess auf nur einem Gerät.

Produkt: Härteprüfgerät Duramin-40
Unternehmen: MAN Energy Solutions
Herausforderung: Effiziente Härteprüfung von thermisch beschichtetem Gusseisen.
Ergebnisse: Ein schnellerer und effizienterer Prozess auf nur einem Gerät.

Lassen Sie sich inspirieren

Fehlersuche und-behebung bei der härteprüfung

Problemszenario 1: Bei der Präparation für die Härteprüfung lassen sich planparallele Flächen nur unter großen Schwierigkeiten herstellen. Außerdem muss sich der Eindringkörper senkrecht zur zu prüfenden Oberfläche befinden. Bei der Härteprüfung nach Vickers dürfen die zu vermessenden Diagonalen nicht mehr als 5,0 % voneinander abweichen. Bei der Härteprüfung nach Knoop dürfen die beiden Hälften der langen Diagonale nicht mehr als 10,0 % voneinander abweichen.

Problemszenario 2: Bei einer zu rauen Oberfläche der Probe lässt sich der Rand des Eindrucks insbesondere mit automatischen Geräten nicht korrekt erfassen. Präparationsbedingte Kratzer können bei der Verwendung von automatischen Härteprüfgeräten ein falsches Vermessen der Eindruckgröße verursachen.

Problemfall 3: Wenn die Probe nach der mechanischen Präparation nicht ordnungsgemäß gereinigt wurde und das Ergebnis der Härteprüfung optisch bestimmt wird, kann der Rand des Eindrucks vom optischen Gerät falsch erfasst werden.

Problemfall 4: Bei stark geätzten Proben kann der Rand eines Eindrucks nur schwer erfassbar sein, was zu ungenauen Härtewerten führen kann.

Problemfall 5: Der Härtewert ist höher als erwartet.

Auswahl der am besten geeigneten härteprüfmethode

Auswahl der Prüfmethode

Ihre Wahl der Härteprüfung wird durch das Gefüge, z.B. die Homogenität des zu prüfenden Werkstoffs, sowie die Art des Werkstoffs, die Größe des Prüfteils und seinen Zustand bestimmt. Bei allen Härteprüfungen muss das gewählte Material repräsentativ für das gesamte Gefüge sein, es sei denn, Sie wollen die verschiedenen Bestandteile des Gefüges bestimmen.

Aus diesem Grund wählen Sie bei einem sehr groben, heterogenen Gefüge einen größeren Eindruck als bei einem homogenen Werkstoff. Generell unterscheidet man vier Härteprüfmethoden, die jeweils eigene Vorteile bieten und unterschiedliche Anforderungen haben.

Für jede Härteprüfung gibt es eigene Normen, die genaue Anweisungen hinsichtlich der Verfahren und Anwendung der jeweiligen Prüfung enthalten. Bei der Wahl eines geeigneten Verfahrens für die Härteprüfung sollten Sie unbedingt Folgendes bedenken:

  • Art des zu prüfenden Werkstoffs
  • Einhaltung bestimmter Normen
  • Ungefähre Härte des Werkstoffs
  • Homogenität/Heterogenität des Werkstoffs
  • Größe des Teils
  • Anzahl der zu prüfenden Proben