Härteprüfung nach knoop
Die Härteprüfung nach Knoop ist eine Alternative zum Vickers-Verfahren für Härteprüfungen mit geringer Prüfkraft, Auf dieser Seite ist die Härteprüfung nach Knoop ausführlich beschrieben. Hier erhalten Sie auch praktische Tipps für den optimalen Einsatz.

Härteprüfung nach Knoop auf einen Blick:
- Mikrohärteprüfung für spröde Werkstoffe, wie Keramik
- Geeignet für kleine, längliche Bereiche, wie Beschichtungen
- Geltende Normen: ASTM E384, ISO 4545, JIS Z 2251
Definition der härteprüfung nach knoop
Die Härteprüfung nach Knoop ist eine Alternative zum Vickers-Verfahren für Härteprüfungen mit geringer Prüfkraft. Sie kann auf denselben Universal-Prüfgeräten oder Prüfgeräten für den Mikrobereich durchgeführt werden. Es wird hauptsächlich zur Überwindung von Rissen in spröden Werkstoffen sowie zur Erleichterung der Härteprüfung dünner Schichten verwendet.
Wie bei der Vickers-Härteprüfung ist der Eindringkörper bei der Knoop-Härteprüfung ein pyramidaler Diamant. Dieser ist jedoch nicht symmetrisch, sondern in die Länge gezogen. Die Knoop-Härte (HK) wird durch optisches Vermessen der langen Diagonale des Eindrucks bestimmt.

Anwendung der härteprüfung nach knoop
Vor der Härteprüfung nach Knoop muss die Oberfläche des zu prüfenden Werkstoffs präpariert werden.
Die Knoop-Härteprüfung wird für Mikrohärteprüfungen (Belastungen unter oder gleich 1 kgf) verwendet. Daher sollte die Oberfläche des Probenmaterials hochglanzpoliert oder elektropoliert werden, bevor es in das Mikrohärteprüfgerät eingeführt wird.
Belastungen
Die Knoop-Mikrohärteprüfung sollte nicht verwendet werden, wenn sie Diagonallängen von weniger als 20 μm erzeugt, da dies zu Messungenauigkeiten führt.
| NORM | LASTBEREICH | |
|
ISO 4545 |
1 gf– kgf |
(0,0098–9,807 N) |
|
ASTM E384 |
1 gf–≤ 1 kgf |
(0,0098–9,807 N) |
- Haltezeit: 10-15 Sekunden
- Dicke des Prüfmaterials, ASTM: Mindestens das 10-Fache der Eindringtiefe
- Dicke des Prüfmaterials, ISO: Mindestens ein Drittel der Länge der langen Diagonalen
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Vergleich der Härteprüfung nach Knoop und Vickers
Bei der Entscheidung, ob die Härteprüfung nach Knoop oder Vickers besser geeignet ist, sind einige Faktoren zu berücksichtigen.
- Die Eindringtiefe des Knoop-Körpers macht nur etwa die Hälfte der Vickers-Eindringtiefe aus, sodass die Prüfung nach Knoop insbesondere für spröde Werkstoffe, wie Keramik geeignet ist.
- Bei der Prüfung nach Knoop spielt die Oberflächenbeschaffenheit eine sehr viel größere Rolle, da der Eindringkörper weniger tief eindringt.
- Die Hauptdiagonale ist bei der Prüfung nach Knoop etwa dreimal länger als bei der Prüfung nach Vickers. Dadurch werden Fehler beim Auslesen der Eindringtiefe verhindert, was gerade bei kleinen Eindrücken beispielsweise bei geringer Prüfkraft oder harten Werkstoffen wichtig ist.
- Aufgrund der Geometrie des Eindringkörpers eignet sich die Prüfung nach Vickers eher für kleine, runde Bereiche, die Prüfung nach Knoop mehr für kleine, längliche Bereiche, wie Beschichtungen.
- Beide Prüfungen können auf denselben Prüfgeräten für den Mikrobereich durchgeführt werden.


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