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Tipps und Regeln für die Härteprüfung


Viele Faktoren können das Ergebnis der Härteprüfung beeinflussen. Um ein Höchstmaß an Reproduzierbarkeit zu ermöglichen, müssen diese Faktoren beachtet werden. Im Folgenden finden Sie einige Tipps und Regeln die Ihnen helfen, die Härteprüfung reproduzierbar und normgerecht durchzuführen.

  • Wenn immer möglich verwenden Sie die höchst mögliche Prüfkraft.

  • Proben sollten poliert (Mikrohärteprüfung) oder feingeschliffen (Makrohärteprüfung) sein. Bei sehr hohen Prüfkräften kann auch ohne Probenvorbereitung geprüft werden. Die Oberflächenqualität beeinflusst die Präzision und Reproduzierbarkeit der Ergebnisse.

  • Nach Möglichkeit sollten Proben immer fest verspannt werden. Benutzen Sie die erhältlichen Prüftische und Probenhalter.

  • Der Prüfwinkel zwischen Eindringkörper und der Probenoberfläche sollte senkrecht (90°) mit einer Differenz von max +/- 2° betragen.

  • Die Dicke der Probe sollte bei Rockwell mindestens dem 10-fachen und bei Vickers dem 6- bis 8-fachen der Eindringtiefe entsprechen. Die Eindringtiefe kann mit Hilfe verschiedener Formeln berechnet werden. Andernfalls schauen Sie in den Normen nach.

  • Das Prüfen von zylindrischen Oberflächen kann durchgeführt werden, Korrekturwerte müssen jedoch einberechnet werden. Benutzen Sie einen speziellen Prüftisch.

  • Die Prüfzeit sollte zwischen 10-15 Sekunden, beziehungsweise 2-6 Sekunden (Rockwell, Hauptprüfkraft) liegen. Auf dem Zertifikat der Härtevergleichsplatte finden Sie alle Informationen zur Kalibrierung.

  • Beachten Sie die Regeln für den minimalen Eindruckabstand. Härteeindrücke deformieren die Probenoberfläche und ändern dadurch deren Eigenschaften, weshalb ein Mindestabstand zwischen Härteeindrücken beachtet werden muss. Generell sollte der Abstand zwischen zwei Prüfpunkten mindestens dem 3-fachen Wert der Eindruckdiagonalen entsprechen. (Sowohl die ecos als auch die ecos workflow Software ermöglichen einen automatischen Prüfpunktabstand basierend auf der Diagonallänge, so dass dieses Problem verhindert wird.)

  • Vermeiden Sie Prüfeindrücke mit Diagonalen kleiner 20 µm (Vickers, Knoop, Brinell), da die Meßungenauigkeit sonst zu groß wird.

  • Die Differenz zwischen den beiden Vickers-Diagonalen sollte max. +/- 5 % betragen, sonst sollte die Prüfung verworfen werden.

  • Vermeiden Sie Prüfkräfte über 10-20 kg bei der Prüfung von eingebetteten Proben, da das Einbettmittel die Ergebnisse sonst beeinflussen könnte. Rockwell (und meistens auch Brinell) Prüfungen sind für eingebettete Probe nicht geeignet.

  • Das Härteprüfgerät sollte in einer sauberen und vibrationsfreien Umgebung, und auf einem stabilen Tisch aufgestellt werden. Sowohl Härteprüfgerät als auch der Prüftisch sollten horizontal ausgerichtet sein.

  • Ebenfalls sollte das Härteprüfgerät bei einer konstanten Temperatur (am besten Raumtemperatur) und Luftfeuchtigkeitbetrieben werden.

  • Vermeiden sie Veränderungen der Beleuchtungseinstellungen, um die Kalibrierung des Härteprüfgerätes nicht zu beeinflussen (Vickers, Knoop, Brinell).

  • Bei jedem Wechsel von Eindringkörper oder Objektiv, muss das Härteprüfgerät neu kalibriert werden. Deswegen empfehlen wir Ihnen ein Härteprüfgerät mit einem Mehrfachrevolver, um den Wechsel von Eindringkörper oder Objektiv zu vermeiden.


"härteprüfgerät" is also known as; härteprüfsystem
"härteprüfgeräte" is also known as; härteprüfsysteme
"probe" is also known as; werkstück
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